Erfahrungsberichte

Hier könnte auch Ihr Erfahrungsbericht stehen! Lassen Sie es andere Neugierige wissen und schreiben Sie an presse@lzkb.de, wie Sie als Zahnarzt in Ihrer (neuen) Heimat angekommen sind.

  • Ausbildungsassistentin

    Elisa Jurianz

    ... absolviert ihre Assistenzzeit in einer Praxis in Michendorf bei Potsdam.

    „Mich hat es nach dem Studium wieder in die Heimat zurück gezogen. Meine jetzigen Chefinnen gewährten mir bereits in einem Schülerpraktikum Einblick in den Zahnarztberuf. Bei der Suche nach einer Assistenzstelle war für mich das persönliche Verhältnis von größter Wichtigkeit. Zum Einen das Verhältnis zu den Patienten, zum Anderen das zu meinen Chefinnen und dem Praxisteam. Wenn dort die Kommunikation funktioniert, läuft der Rest quasi von alleine.

  • Zahnarzt

    Thomas Graff

    ...hat seine perfekte Praxis im südbrandenburgischen Peitz gefunden.

    „Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, in einer Großstadt zu praktizieren. Es stand von vornherein fest: Wenn ich mich niederlasse, dann auf dem Land. Ich habe einfach überhaupt keine Lust, irgendwo mit 50 Zahnärzten in derselben Straße zu arbeiten. Das ist nicht mein Ding. Hier kann ich als Familienzahnarzt vom Kleinkind bis zum Opa jeden behandeln – und alles so machen, wie ich mir das vorgestellt habe. Hier kennt man sich. Und mein Team, dass ja schon bei meinem Vorgänger in der Praxis arbeitete, weiß zu jedem eine kleine Geschichte zu erzählen.

    Wir sind mittlerweile als Team großartig zusammen gewachsen. Ich war ganz beeindruckt, wie viel Spaß meine Mitarbeiterinnen daran hatten, die Praxis zu modernisieren und einen neuen Stil zu gestalten. Es hat sich herumgesprochen: Junger, neuer Zahnarzt, wachstumsorientiert, moderne Praxisphilosophie. Als wir Verstärkung brauchten, hatten wir bereits mehrere Initiativbewerbungen auf dem Tisch. Inzwischen habe ich auch eine angestellte Zahnärztin – nochmals ein echter Gewinn für die Praxis.“

  • Zahnärztin

    Heike Köhler

    Die Landzahnärztin

    Studium, Examen, Assistenzzeit – und dann? Auf diese Frage können Zahnärztinnen und Zahnärzte heute eine Fülle von Antworten geben. Welche Formen der zahnärztlichen Arbeit möglich sind, zeigt die Reihe „Berufswelten“ vom zm-online. Unter anderem erzählt Heike Köhler, was es bedeutet, Landzahnärztin zu sein. Wir haben sie an ihrem Arbeitsplatz in Altdöbern bei Cottbus besucht.

  • Zahnärztin

    Manja Gampe

    ... übernahm die Praxis ihrer Mutter Heike Gampe und ist seit dem 1. Januar 2018 niedergelassene Zahnärztin in Lieberose, Landkreis Dahme-Spreewald.

    „Genau wie viele andere meiner Kollegen oder Mitstudenten hat es mich während des Studiums nicht gereizt, später auf dem Land zu arbeiten. Jedoch bin ich aus familiären Gründen unerwartet direkt nach meinem Studium zurück aufs Land gezogen. Nun lebe ich in einem 140-Einwohner-Dorf, meine Praxis befindet sich in einer Kleinstadt mit 1.500 Einwohnern.

    Nach zehn Jahren Stadtleben braucht es natürlich einige Zeit, sich an das neue Umfeld zu gewöhnen. Hier fahren keine Busse oder Bahnen, stattdessen sind wir aufs eigene Auto angewiesen, der Supermarkt ist erst im nächsten Ort und hat auch nur bis 20 Uhr geöffnet. Allerdings fallen mir keine weiteren Nachteile ein. Stattdessen habe ich mich mit dem Landleben arrangiert und es lieben gelernt.

    Die idyllischen Seiten des Lebens auf dem Lande aus dem Urlaub oder den Romanen kennt jeder. Die Ruhe, die frische Luft, die Natur. Und es ist tatsächlich so. Hier gibt es keinen Verkehrslärm. Wenn der Nachbar mal laute Musik macht, dann fragen wir uns, was er zu feiern hat und gehen vorbei, um gemeinsam ein Bier zu trinken. Hier beschwert sich niemand, wenn der Grillduft zu uns herüberzieht. Im Gegenteil: Die Nachbarn sind eher beleidigt, wenn wir nicht grüßen oder zu einem kleinen Smalltalk ans Gartentor kommen.

    Die Leute auf dem Land sind anders. Sie sind neugierig und interessiert. Sie erzählen gern und geizen nicht. Wenn du als Zahnarzt gute und ehrliche Arbeit leistest, sind dir diese Menschen dankbar und treu. Sie sind hilfsbereit und schnell zur Stelle, wenn Not am Mann ist. Die Privatsphäre wird akzeptiert und es gibt selten Schmerzanrufe. Der freundliche Plausch am Tresen oder im Supermarkt gehört einfach daz!

    Meine Arbeit als selbstständige Zahnärztin ermöglicht mir außerdem, die von meiner Generation beliebte Work-Life-Balance voll auszunutzen. Als Chefin lege ich die Sprechzeiten fest und kann für mich und meine Angestellten ausreichend Freizeit schaffen. Auch wenn ich abends mal ins Konzert oder Theater will, ermöglicht mir meine Position, früher Feierabend zu machen. Ich habe die Möglichkeit, so zu arbeiten, dass ich die bestmögliche individuelle Behandlung meiner Patienten mit meiner Arbeitsweise vereinbaren kann, ohne einem kommerziell orientierten Chef erklären zu müssen, warum ich keinen Profit erarbeitet habe. Ich muss mich nach einem langen und teuren Studium nicht unter Wert verkaufen lassen. Natürlich trage ich selbst die Verantwortung, sowohl für die Wirtschaftlichkeit als auch für die Mitarbeiter. Mit einer guten Beratung und vielen Informationen ist auch die viele Bürokratie kein Hexenwerk und mit passender Organisation relativ schnell erledigt.

    Nach getaner Arbeit und kurzem Arbeitsweg geht es für mich in den heimischen Garten, an den nahgelegenen Badesee oder zum Spazieren in den Wald. Da bekommt das Wort BIO auch gleich eine andere Bedeutung, wenn man das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten erntet und die Brötchen noch vom Bäckermeister persönlich gebacken werden. Und wenn die Sehnsucht nach der Stadt dann doch einmal zu groß wird, egal ob zum Shopping oder Konzert, bin ich doch in kurzer Zeit in Berlin und auch wieder zurück.“